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Nepal
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TEEANBAU
IN NEPAL
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Das
kleine Königreich im Himalaja liegt eingeschlossen zwischen Tibet (China)
im Norden und Indien im S üden,
Osten und Westen. Das Land gliedert sich in das Terei (Flachland mit tropisch
heissen Temperaturen), das Mittlere Bergland (bis 4200 m) und die Hochalpine
Zone mit den höchsten Gipfeln unserer Erde. So verschieden und abwechslungsreich
die Landschaften, so gross ist auch die ethnische
Vielfalt in einem der jüngsten Teeanbauländer, obwohl die
ersten Pflanzungen schon vor etwa 140 Jahren vorgenommen wurden.1863 erhielt
Mr. Gajaraj Singh Thapa, Schwager des Primierministers und Verwalter der
Provinz Ilam das erste Saatgut aus China geschenkt. Der Teegarten Ilam (50
Hekatar) wurde damals von ihm angelegt. Eine erste Teefabrik wurde 1873
erbaut. Von der UNO wurde erst Mitte der 50er Jahre der professionelle Teeanbau
als Entwicklungsprojekt in einem der ärmsten Länder der Welt initiert
und finanziell gefördert. Es gelang eine nationale Teeindustrie aufzubauen.
Der Teeanbau in Nepal wird von vielen kleinen Bauernkooperativen betrieben.
Diese verkaufen ihre Ernten an die örtlichen staatlichen Teefabriken.
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Die Teeanbaugebiete liegen alle im Osten des Landes im mittleren Bergland, in direkter Nachbarschaft zu Darjeeling. Ende der 60er Jahre wurde mit
internationaler Unterstützung die "Nepal-Fikkal-Ilam small Tea
Producers Co. Ltd." gegründet, welche die Ernten der Kleinbauern
weiterverarbeitet und versucht international zu vermarkten. Die Konkurrenz
aus dem benachbarten Darjeeling ist gross. Das Königreich Nepal unternimmt
immense Anstrengungen sich neben dem weltberühmten Nachbarn zu behaupten.
Die HOTPA ( Himalayan Orthodox Tea Producers Association, ein Zusammenschluss
kleiner Teepflanzer, - züchter und -fabriken repräsentiert ebenfalls
die Interessen der vom Tee lebenden Menschen östlich der Himalayaregion.
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Nepals Hochlandtee zeichnet sich durch einen äusserst feinen, nussigen Geschmack mit Muskatnote aus. Es werden heute fast ausschliesslich Clonals von China Hybriden aus Darjeeling und aus eigener Zucht kultiviert. Auch konnte man in den letzten Jahren einige sehr erfahrene Manager aus Darjeeling als Führungskräfte gewinnen. Das Ergebnis sind feine Tees, welche den Vergleich mit dem berühmten Nachbarn keineswegs zu scheuen brauchen. Die meisten Tees werden nach orthodoxer Methode unter Einhaltung modernster ökologischer Standards hergestellt - es werden im Ilam Tal kaum Pestizide, sondern meist Nim - Baum Auszüge und Lemongras zur Schädlings bekämpfung eingesetzt. Gedüngt wird fast ausschliesslich organisch. Inzwischen erzielt Tee aus Nepal beachtliche Preise an den internationalen Teebörsen. |
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