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TEEANBAU IN JAPAN

Typische Landschaft in Shizuoka

Die ersten Teesamen kamen im Jahr 805 n. Christi durch buddhistische Mönche aus dem Zhi Zhe Ta Tempel im Tian Tai Shan in der Provinz Zhejiang (China) auf die japanischen Inseln. Meister Yue Zheng fand dies in alten Unterlagen heraus. (Siehe Provinz Zhejiang). Die Plantagen Asahi, Yamana, Umoji, Kyogoku und Kambayashi datieren wahrscheinlich aus dieser Anfangszeit des Teeanbaus in Japan und werden noch heute bewirtschaftet. In Japan wird ausschliesslich Grüntee produziert. Die meisten Plantagen die sich auf den Inseln Kyushu, Shikoku und Honshu befinden werden von Familien bewirtschaftet. Die Erntezeit beginnt für die feinsten Senchas Anfang April.


Bei der Herstellung der berühmten "Tautropfen" Gyokuro werden die in langen Reihen dicht gepflanzten Teebüsche für 20 Tage mit Netzen (Kabuse) oder Schilfmatten beschattet. Die Pflanzen produzieren durch diese Masssnahme mehr Chlorophyll, der Tanningehalt wird reduziert, das Blattgut wird kräftig dunkelgrün. Diese Tees schmecken später ausgesprochen fein und mild mit ausgeprägter süsser Note. Es versteht sich, dass diese handgepflückten Tees nur zu besonderen Anlässen gereicht werden. Spitzentees erzielen ähnlich den besten Weinen in Bourdoux oder den Spitzen-Oolongs in Taiwan Höchstpreise.

Sencha - der beliebteste Alltagstee der Japaner wird in vielen verschiedenen Qualitäten hergestellt. Die durchschnittlichen Qualitäten werden heute maschinell gepflückt. Die Haupterntezeit ist Mitte April bis Ende Mai.

Die niedrigste Senchaqualität aus den kräftigeren unteren Blättern nennt man Bancha. Als Houjicha wird nach dem Dämpfen gerösteter Bancha bezeichnet. Bancha mit geröstetem Reis und Popcorn heisst Genmaicha und ist eine interessante, mild schmeckende Spezialität. Kokaicha ist ein mit Hilfe von Reisstärke in "Tannennadelform" gepresster Pulvertee. Aus den Sprossachsen der Teeblätter und Sencha wird der in seiner Art nur in Japan produzierte "Kukicha" hergestellt. Um den berühmten, für die japanische Teezeremonie benötigten "Matcha" herzustellen, werden beste Senchablätter in Steinmühlen zu feinem Pulver zermahlen. Tamayokucha ist einer der wenigen Tees in Japan, der nach chinesischer Tradition in Pfannen geröstet wird. Interessant ist auch der "Gabalong", der seinen frischen, hocharomatischen Geschmack einer Behandlung mit flüssigem Stickstoff verdankt.   

  
       

JAPANISCHE GRÜNTEES - ZUBEREITUNG

Japanische Grüntees haben eine völlig eigene Charakteristik im Vergleich zu chinesischen Grüntees. Die Zubereitung des japanischen Nationalgetränks erfordert etwas Erfahrung, da die Tees sehr temperaturempfindlich reagieren. 50-70°C sind meist ausreichend. Kurze Ziehzeiten sind ratsam. Für viele Tees verringert sich beim zweiten und dritten Aufguss die Ziehzeit um mindestens die Hälfte. Weiches oder gefiltertes Wasser bringen den intensiven Geschmack und die leuchtend grüne Tasse unverfälscht zur Geltung.    

  

 

JAPANISCHE TEEZEREMONIE - CHANOYU

Die japanische Teezeremonie Chanoyu ist ein fester Bestandteil der japanischen Lebensphilosophie. Sie wird heute zu Hochzeiten oder als Wertschätzung für den Besuch eines Freundes, den man lange nicht gesehen hat oder bei erfolgreichen Geschäftsabschlüssen praktiziert. In jeder grösseren Stadt findet man entsprechende Schulen, in denen man den Weg des Tees, wie die Kunst der Teezubereitung genannt wird, erlernen kann. Dazu gehört die Auswahl des Ortes -Teehauses, ein fundiertes Wissen um den Tee, die Auswahl der Gäste, die Kunstfertigkeit der Blumengestecke (Ikebana), Lithographien, die meisterhaft gefertigten Raku-Schalen und gusseisernen Feuerstellen und nicht zuletzt die Wahl des Gesprächsthemas sind wichtig für eine gelungene Chanoyu. Teetrinken ist für viele Japaner Besinnung auf die einfachen, elementaren Dinge des Lebens, bedeutet Rückzug von der Hektik eines anstregenden Arbeitstages, Konzentration auf die schönen, einfachen Formen der Keramik und den erfrischenden Geschmack eines guten Tees.

In seinem Buch vom Tee beschreibt Kakuzo Okakura die Zeremonie des Teetrinkens als ein Mittel zur Erlangung innerer Ruhe und Harmonie, als Hilfestellung beim "sehen und hören lernen" in der Natur.

Ausführlichere Informationen zum japanischen Teeweg CHADÔ - im Stil der Urasenke finden Sie auf der website von Gerhardt Staufenbiel www.teeweg.de

In unserem Geschäft in Berlin und in unserem Online-Shop finden Sie eine grosse Auswahl unikater Raku - Schalen in den verschiedensten Farbschattierungen, Teeschalen unterschiedlichster Fertigungtechniken, (aus Arita Porzellan und Keramik) sowie meisterhaft gefertigte Tokonamekännchen und alles für Chanoyu, wie Matchatee, Teebesen (chasen), Schöpfkelle, Bücher u.s.w.  Mehr Informationen über die uralte "Keramikstadt" Tokoname unter Teezubehör.